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Aktuelles

Sensationeller Erfolg unserer BVerfG-Klimaklage - Klimascheitern verletzt Menschenrechte und Paris-Abkommen

Deutsche und EU-Klimaziele zu verfehlen, ist nicht peinlich - es ist völker- und menschenrechtswidrig. Schon die unambitionierten Ziele selbst sind rechtswidrig; umso mehr ist es ihre Verfehlung. Die Menschenrechts-Argumentation dazu findet sich schon in Felix Ekardts Habilschrift "Theorie der Nachhaltigkeit" (3. Aufl. = 2. Aufl. der Neuausgabe 2016). Unser neuer englischer Fachartikel hier zeigt zum Paris-Abkommen, dass global Nullemissionen in zwei Dekaden nötig wären - und dass der IPCC insoweit noch zu optimistisch ist. All dies zusammen trägt unsere Klimaklage vor dem BVerfG, der sich später weitere Akteure anschlossen und die am 29.04.2021 sensationell in zentralen Punkten erfolgreich war. Zu einer kritischen Analyse hier. Am 21.05.2021 fand eine unserer verschiedenen Online-Tagungen zum Thema statt; Programm hier.

Corona, Klima, Feinstaub, Stroke Units

Felix Ekardt hat die Freiheitskonflikte, Abwägungen und unseren rechtlich-ethisch inkonsistenten Umgang mit verschiedenen Gefährdungen u.a. für die ZEIT analysiert: hier. Zu Corona und Klima hat er sich mit einer neuen Perspektive auch in einem Podcast geäußert. Eine lange Fachartikel-Version findet sich hier.

Klima, Nachhaltigkeit, Wandel, Transformation: Material für die BpB erstellt für Schulen und Bildung

Felix Ekardt hat für die Bundeszentrale für politische Bildung Kernfragen der FNK-Arbeit für Bildungsträger und speziell für Schulen aufbereitet. Das Material kann auf Papier bestellt oder als Download genutzt werden: hier.

Sustainability: Transformation, Governance, Ethics, Law - erster Band in FNK-Reihe bei Springer Nature zu Environmental Humanities erschienen

Felix Ekardt gibt mit einer Kollegin bei Springer Nature ab 2019 die neue Buchreihe "Environmental Humanities: Transformation, Governance, Ethics, Law" heraus. Sie heißt hochwertige Monographien aus allen Nachhaltigkeits-Humanwissenschaften willkommen - weltweit an Unis meist kostenlos über Springer Link lesbar. Band 1 von Felix Ekardt ist soeben erschienen: "Sustainability: Transformation, Governance, Ethics, Law". Das Werk kartiert den gesamten Themenbereich und die FNK-Arbeit der letzten zwei Dekaden, indes kürzer und aktueller als "Theorie der Nachhaltigkeit": hier. Band 2 mit der englischen Version von Felix Ekardts zweiter Diss. (phil.) zur Kosten-Nutzenanalyse sowie Band 3 zur Forest Governance befinden sich im Druck.

Felix Ekardt in ARD, ZDF, SWR etc. zu Ampel-Koalition, Klima, Wachstum, Wandel, Klimaklage, Verhalten, Kapitalismus

35 Minuten beim SWR gibt Felix Ekardt in der Sendung "Leute" einen Überblick über fast alle wichtigen Fragen, die uns in der FNK beschäftigen, basierend auf seinen und unseren Analysen seit 1997 - eine Alternative zu den ZEIT- und SZ-Artikeln für die, die lieber bewegte Bilder sehen: hier. In einer längeren ZDF-Sendung äußert er sich ebenfalls zu diversen zentralen Punkten: hier. In der ARD und in der ZEIT wird kommentiert, wie die Ampel ökologisch gelingen und wie sie misslingen kann: hier und hier.

Alle Meldungen

WTO, globale Gerechtigkeit, Völkerrecht, Border Adjustments, TTIP/CETA

Nur ein kleiner Teil der Erträge des Welthandels kommt den Menschen in Entwicklungsländern zugute. Gleichzeitig bedroht der globale Kostenwettbewerb die Sozialsysteme in entwickelten Ländern. Gleichermaßen droht ein globaler Dumpingwettlauf um die niedrigsten, scheinbar „unternehmensfreundlichsten“ Umweltstandards. Norden und Süden gleichermaßen würde es deshalb nützen, wenn im Rahmen der Welthandelsorganisation (WTO) internationale Sozialstandards etabliert würden. Unbeschränkte Handelsfreiheit führt zwar den ökonomischen Standardlehrbüchern zufolge zu maximalem Wohlstand; Regulierung würde demnach die Effizienz der Weltwirtschaft beeinträchtigen. Doch blendet diese Theorie wichtige Punkte aus. Beispielsweise übersieht sie die ungleiche Einkommensverteilung: Von der angeblichen ökonomischen Effizienz profitierten nur wenige. Die gesamte Wirtschaftsleistung würde sogar noch wachsen, wenn ein Teil des von Entwicklungsländern im Export verdienten Geldes genutzt würde, um die soziale Sicherheit der Arbeitenden zu verbessern. Denn das dürfte sich positiv auf ihre Motivation und Bildungsanstrengungen auswirken. Auch Umweltprobleme und die psychischen Folgen eines unbegrenzten „weltweiten Wettstreits um immer längere Arbeitszeiten und immer mehr Leistungsdruck“ kommen in der traditionellen Freihandelstheorie kaum vor. Dies führt zu dem Konzept, globale ökologische und soziale Mindeststandards im Regelwerk der Welthandelsorganisation (WTO) zu verankern. Ein solcher rechtlicher Rahmen würde einerseits zu Armutsbekämpfung und Umweltschutz in den Entwicklungsländern beitragen und andererseits den westlichen Sozialstaat schützen – vor einem internationalen „Kostenwettbewerb durch Sozial- und Umweltschutzabbau“. Die WTO könnte – zum Teil nach dem Vorbild der EU – zu einem gemeinsamen Markt mit einheitlichen Mindestanforderungen an die Sozial- und Umweltpolitik werden. Ein Modell dafür ist das öko-soziale Konzept für einen neuen globalen Klimaschutz. Grundsätzlich widmet sich dem - und der nötigen (wenngleich sehr visionären) globalen Konstitutionalisierung schon Felix Ekardts "Theorie der Nachhaltigkeit" (hier).

Wiederholt beschäftigt hat sich die FNK auch mit dem Menschenrecht auf Nahrung sowie mit der Partizipation im internationalen Bereich zur Sicherung sozialer und ökologischer Standards, aber auch mit dem Verhältnis der nationalen und internationalen Gerichte. Ebenfalls ein seit langem von uns bearbeitetes Thema ist der Fragenkreis, wie europäische Umweltpolitik endlich zu wirklicher Vorreiterschaft finden könnte, ohne ökologische Verlagerungseffekte und ökonomische Wettbewerbsfähigkeitsprobleme zu haben - Border Adjustments sind hierfür ein Stichwort. Im April 2016 erschien ferner ein Sammelband zu TTIP und CETA: hier.

Einige weitere Texte zum Download: